
Auf der Druckstraße kann eine leistungsstarke UV-Lampe trotzdem zu Problemen führen. Wenn die Photoinitiatoren nicht die notwendige Energie erhalten, wird der Vernetzungsprozess gestört. Die Folgen sind mangelndes Haftvermögen, Unreinheiten im Produkt sowie eine zunehmende Anzahl von Ausschussprodukten.
Die schnellste Möglichkeit, dem entgegenzuwirken, besteht darin, regelmäßig die Intensität der UV-Strahlung mit einfachen UV-Energietests zu überprüfen.
Was wirklich wichtig ist: Mitteldruck-Mercurydampflampen strahlen ein breites Spektrum aus, mit starken Peaks bei etwa 365 nm und 385 nm. Diese Peaks tragen dazu bei, die Photoinitiatoren in vielen Tintenformulierungen zu aktivieren.
Es geht nicht nur darum, ob die Lampe eingeschaltet ist, sondern auch um die tatsächlich abgegebene Energiedichte in mJ/cm² sowie die maximale Strahlungsintensität auf dem Substrat.
Im Laufe der Zeit führt die Abnutzung der Elektroden, die Verschmutzung des Quarzkörpers sowie die Degradation des Reflektors dazu, dass die Leistung der Lampe abnimmt. Ein Rückgang von 15–20 % kann bereits dazu führen, dass das Aushärten des Produkts nicht mehr möglich ist – selbst dann, wenn die Lampe noch funktioniert.
Warum das in der Praxis funktioniert: Verwenden Sie UV-Energietests in derselben Position, mit derselben Geschwindigkeit und unter denselben Bedingungen wie in der Produktion. Erfassen Sie wöchentlich die Energiedosis im Vergleich zum Basiswert. Wenn die Werte anfangen, abweichend zu sein, können Sie so rechtzeitig erkennen, dass die Lampe alt wird oder der Reflektor verschmutzt ist – bevor das Produkt beeinträchtigt wird.
Dadurch bleibt die spektrale Verteilung konstant, der Vernetzungsprozess wird gestabilisiert und Stillstände werden vermieden. Zudem ermöglicht dies es Ihnen, Lampen und Reflektoren auf der Grundlage von Daten zu ersetzen, anstatt nur zu raten.
Ein paar praktische Tipps: UV-Energietests sind empfindlich gegenüber Entfernung, Winkel und Ausrichtung des Reflektors – daher sollten die Tests immer unter gleichen Bedingungen durchgeführt werden. Ersetzen Sie die Teststreifen regelmäßig – die photochemische Reaktion ändert sich durch Lagerung. Mitteldruck-Mercurydampflampen werden heiß – überprüfen Sie daher den Luftstrom und die Kühlung, um Lampe, Reflektor und Elektronik zu schützen. Passen Sie außerdem die Leistung der Lampe an das jeweilige Aushärtungsverhalten des Produkts an. Eine zu hohe Leistung kann dünne Schichten beschädigen; eine zu niedrige Leistung führt zu unvollständigem Aushärten.